Lhasa war jahrhundertelang einer der am schwersten erreichbaren Orte der Welt. Für Ausländer galt die Hauptstadt Tibets als „verbotene Stadt“, und wer es trotzdem hierher schaffte, schrieb darüber Bücher, die zu Weltbestsellern wurden. Heute fährt ein Zug bis nach Lhasa, es gibt Einkaufsstraßen, Ampeln und Neubauviertel. Und trotzdem ziehen jeden Abend Pilger mit Gebetsmühlen durch die Altstadt, genau wie vor Hunderten von Jahren.
Wir waren im Herbst 2026 drei Tage in Lhasa, als Teil einer siebentägigen Tibet-Tour. Dem Potala Palast haben wir bereits einen eigenen Artikel gewidmet. Hier geht es um die Stadt selbst: den Jokhang-Tempel, die Pilgerrunde auf dem Barkhor, die Altstadt am Abend und den Norbulingka, den Sommerpalast der Dalai Lamas. Dazu bekommst du die wichtigsten Fakten zu Lhasa, unsere Erfahrungen mit den Sicherheitskontrollen, Restauranttipps und ein ehrliches Fazit.


Lhasa: Die wichtigsten Fakten
| Fakt | Info |
|---|---|
| Lage | Tal des Lhasa-Flusses (Kyi Chu), Autonomes Gebiet Tibet, China |
| Einwohner | ca. 876.000 (Stadt auf Präfekturebene, Ende 2024), davon ca. 465.000 im Stadtbezirk Chengguan (2020) |
| Fläche | Stadtbezirk Chengguan ca. 525 km² |
| Höhe | ca. 3.650 m über dem Meeresspiegel |
| Name | „Ort der Götter“, früher Rasa („Ort der Ziegen“) |
| Geschichte | Hauptstadt seit dem 7. Jahrhundert unter König Songtsen Gampo, erste Bauten auf dem Potala-Hügel um 637 |
| Bevölkerung | laut Volkszählung 2010 rund 77 % Tibeter und 22 % Han-Chinesen (Stadtgebiet auf Präfekturebene) |
| Besonderheiten | Potala Palast, Jokhang-Tempel und Norbulingka als UNESCO-Welterbe, fast 3.000 Sonnenstunden im Jahr |
| Wirtschaft | Tourismus, Dienstleistungen, Handel, Teppichherstellung, Brauerei, Landwirtschaft (Hochlandgerste) |
Lhasa: Die Hauptstadt Tibets
Ort der Götter
Der Name Lhasa bedeutet „Ort der Götter“. Früher hieß der Ort Rasa, „Ort der Ziegen“. Zur Hauptstadt wurde Lhasa im 7. Jahrhundert unter König Songtsen Gampo, dem ersten König eines geeinten Tibets. Um 637 ließ er die ersten Bauten auf dem Hügel errichten, auf dem heute der Potala steht. Kurz darauf entstanden der Jokhang-Tempel und der Ramoche-Tempel. Von hier aus regierten später die Dalai Lamas, bis der 14. Dalai Lama 1959 ins Exil nach Indien ging.
Tibeter nennen Lhasa auch die „Stadt des Sonnenlichts“. Mit fast 3.000 Sonnenstunden pro Jahr ist das keine Übertreibung. Im November scheint die Sonne an durchschnittlich 84 % der möglichen Stunden, im Juli, der Regenzeit, nur an 53 %.
Die „verbotene Stadt“
Im 19. Jahrhundert war Lhasa für Ausländer weitgehend verschlossen. Westliche Entdecker versuchten über Jahrzehnte, die Stadt zu erreichen, die meisten scheiterten. Erst 1904 drang eine britische Militärexpedition unter Francis Younghusband bis nach Lhasa vor.
Den bekanntesten Bericht aus Lhasa schrieb ein Österreicher: Heinrich Harrer floh im Zweiten Weltkrieg aus einem britischen Internierungslager in Indien und erreichte 1946 Lhasa. Er blieb mehrere Jahre, wurde Vertrauter und Lehrer des jungen 14. Dalai Lama und verließ Lhasa 1950, als die chinesische Armee nach Tibet vorrückte. Sein Buch „Sieben Jahre in Tibet“ erschien 1952 und wurde 1997 mit Brad Pitt verfilmt. Viele deutschsprachige Reisende kennen Lhasa genau aus dieser Geschichte.
Nach 1950 kam Tibet unter chinesische Kontrolle. Für den internationalen Tourismus öffnete sich Lhasa erst in den 1980er-Jahren. Seit 2006 ist die Stadt über die Tibet-Bahn an das chinesische Schienennetz angebunden. Mit genau dieser Bahn sind wir von Xi’an aus angereist, 31 Stunden lang.
Unser Eindruck: Zwischen tibetischer Tradition und chinesischer Moderne
Lhasa ist beides: traditionell tibetisch und stark chinesisch modernisiert. In der Altstadt rund um den Jokhang siehst du tibetische Häuser, Gebetsfahnen, Pilger und Räucheröfen. Ein paar Straßen weiter stehen breite Boulevards, Einkaufszentren und Neubauten, wie du sie aus jeder anderen chinesischen Stadt kennst.
Uns hat genau diese Mischung gefallen. Lhasa hat seinen ganz eigenen Charme, und wir fanden die Stadt richtig schön.
Mein persönlicher Eindruck (Max): Die Infrastruktur ist beeindruckend. Die Bahn auf über 5.000 Meter, die Straßen, die Versorgung, die Modernisierung der Stadt, das ist eine enorme Leistung. Ich glaube, Tibet stünde wirtschaftlich heute nicht da, wo es steht, ohne die Investitionen aus China. Dazu gehört aber auch die andere Seite: Kritiker, darunter die tibetische Exilregierung und Menschenrechtsorganisationen, verweisen auf den Zuzug von Han-Chinesen, Einschränkungen bei der Religionsausübung und eine starke Überwachung. Wie man das insgesamt bewertet, ist eine politische Frage, die jeder für sich beantworten muss. Was wir hier beschreiben, ist das, was wir als Reisende gesehen haben.
Jokhang-Tempel: Das spirituelle Herz Tibets
Wenn der Potala das Wahrzeichen Lhasas ist, dann ist der Jokhang ihr Herz. Der Tempel gilt als heiligster Ort Tibets. Gegründet wurde er um 640 von König Songtsen Gampo, der älteste erhaltene Teil stammt aus dem Jahr 652. Er liegt mitten in der Altstadt und ist nach Westen ausgerichtet, in Richtung Nepal, zu Ehren von Prinzessin Bhrikuti, der nepalesischen Frau des Königs.
Die wichtigste Statue im Tempel ist der Jowo Shakyamuni, eine rund 1,5 Meter hohe vergoldete Bronzefigur, die den Buddha im Alter von zwölf Jahren zeigt. Sie soll von der chinesischen Prinzessin Wencheng nach Tibet gebracht worden sein, der zweiten Frau von Songtsen Gampo, und ist die meistverehrte Statue des Landes. Vor dem Tempel werfen sich Pilger der Länge nach auf den Boden, manche legen den ganzen Weg zum Hauptschrein auf diese Weise zurück. Seit 2000 gehört der Jokhang zum UNESCO-Welterbe.
Wir haben den Jokhang besucht, und er gehört für uns zu einem Lhasa-Besuch einfach dazu. Wichtig: Im Inneren der Hallen und Kapellen sind Fotos und Videos verboten. Tickets solltest du mindestens einen Tag vorher reservieren, bei einer Tibet-Tour übernimmt das dein Guide. Der Eintritt kostet in der Hauptsaison von Mai bis Oktober 85 CNY (ca. 11,50 Euro), in der Nebensaison von November bis April 35 CNY (ca. 4,70 Euro). Geöffnet ist von 8:00 bis 18:30 Uhr. Morgens kommen die meisten Pilger und großen Reisegruppen, nachmittags ist es ruhiger.


Die Barkhor-Runde: Mit den Pilgern im Uhrzeigersinn
Rund um den Jokhang führt der Barkhor, eine etwa einen Kilometer lange Pilgerrunde. Gläubige umrunden den Tempel hier im Uhrzeigersinn, viele mit Gebetsmühle in der Hand, manche mit Gebetskette, andere werfen sich alle paar Schritte zu Boden. Für die Runde brauchst du ohne Stopps etwa 20 Minuten. Entlang des Wegs reihen sich Läden mit Gebetsfahnen, Räucherwerk, Schmuck und Souvenirs.
Wir sind die Barkhor-Runde gelaufen und haben uns einfach mit dem Strom der Pilger treiben lassen. Für uns war das einer der stimmungsvollsten Momente in Lhasa. Wichtig: Geh immer im Uhrzeigersinn mit. Gegen den Strom zu laufen, gilt als respektlos.
Übrigens gibt es in Lhasa nicht nur eine Pilgerrunde. Der Nangkor führt im Inneren des Jokhang um die zentrale Kapelle, vorbei an Hunderten Gebetsmühlen. Der Barkhor umrundet den Tempel außen. Der Lingkor ist die große Runde um die gesamte Altstadt und den Potala.


Norbulingka: Der Sommerpalast der Dalai Lamas
Geschichte des Juwelengartens
Wenn der Potala der Winterpalast der Dalai Lamas war, dann war der Norbulingka ihr Sommersitz. Der Name bedeutet „Juwelengarten“ oder „Juwelenpark“, und das passt: Die Anlage ist ein weitläufiger Park mit mehreren Palästen, Pavillons, Teichen und Gärten im Westen der Stadt, rund 20 Gehminuten vom Potala entfernt.
Der Bau begann 1755 unter dem 7. Dalai Lama und wurde 1783 unter dem 8. Dalai Lama abgeschlossen. Seitdem verbrachten die Dalai Lamas hier jeden Sommer. Die Anlage umfasst rund 36 Hektar und insgesamt 374 Räume. Seit 2001 gehört der Norbulingka als Erweiterung des Potala Palasts zum UNESCO-Welterbe.
Auch für die neuere Geschichte Tibets ist der Norbulingka ein zentraler Ort. Von hier aus floh der 14. Dalai Lama am 17. März 1959 nach Indien. Erst zwei Tage später wurde seine Flucht bemerkt, danach wurde die Anlage beschossen und beschädigt. Auch während der Kulturrevolution erlitt der Park schwere Schäden. Restauriert wird seit 2003.



Die Paläste im Norbulingka
Im Park verteilen sich mehrere Paläste, die von verschiedenen Dalai Lamas gebaut wurden:
Kelsang Phodrang: der älteste Palast, dreistöckig, gebaut vom 7. Dalai Lama und nach ihm benannt.
Tsokyil Phodrang: ein Pavillon mitten in einem See.
Golden Phodrang: 1922 auf der Westseite errichtet.
Takten Migyur Phodrang: der Neue Sommerpalast, den der 14. Dalai Lama ab 1954 bauen ließ. Er gilt als elegantester Palast der Anlage und ist der Ort, an dem der 14. Dalai Lama vor seiner Flucht lebte. Seine Räume sind heute zu besichtigen.
Dazu kommen Blumengärten mit Rosen, Ringelblumen und Chrysanthemen, Obstbäume, Pappeln und Bambus. Im Park gibt es außerdem einen kleinen Zoo, der ursprünglich für Tiere angelegt wurde, die die Dalai Lamas als Geschenk erhielten. Einmal im Jahr, im Juli oder August, findet hier das Shoton-Fest statt, das „Joghurtfest“, mit Aufführungen der tibetischen Oper.
Unser Besuch im Norbulingka
Wir waren rund drei Stunden im Norbulingka und haben uns alle Paläste angeschaut. Das war ganz interessant, vor allem mit dem Wissen, dass von hier aus 1959 die Flucht des Dalai Lama begann.
Im Vergleich zum Potala ist der Norbulingka sehr ruhig und entspannt. Es ist deutlich weniger los, und niemand treibt dich durch die Räume. Das macht den Besuch angenehm, gerade wenn du nach dem Potala ein Kontrastprogramm suchst. Fotografieren war im Inneren der Paläste teilweise erlaubt, aber nicht überall. Achte auf die Schilder oder frag nach.
Was du wissen solltest: Verfallen ist der Norbulingka nicht, gut renoviert ist er aber auch nicht. Manche Gebäude wirken etwas vernachlässigt, wer einen herausgeputzten Palast wie den Potala erwartet, wird das merken. Für uns war das kein Grund, den Besuch zu bereuen, aber eine realistische Erwartung schadet nicht.
Der Eintritt liegt laut aktuellen Angaben bei rund 80 CNY (ca. 10,80 Euro) in der Hauptsaison, im Winter zahlst du etwa die Hälfte. Kinder unter 1,20 Meter sind frei. Für einen entspannten Rundgang durch alle Paläste solltest du drei bis vier Stunden einplanen.


Lhasa am Abend: Lichter, Pilger und der Potala-Platz
Die schönste Seite von Lhasa haben wir abends erlebt. Wir waren auf dem Potala-Platz, sind die Barkhor-Runde gelaufen und anschließend durch die Stadt spaziert. Die Atmosphäre mit den Lichtern ist großartig, und die Stadt wirkt am Abend noch einmal ganz anders als tagsüber. Überall sind Pilger unterwegs, die Altstadt ist belebt, und über allem thront der angestrahlte Potala Palast. Der Potala-Platz gilt übrigens als höchstgelegener Stadtplatz der Welt.
Unser Tipp: Plane mindestens einen Abend nur für einen Spaziergang durch Lhasa ein. Für uns gehörten diese Abendspaziergänge zu den schönsten Teilen der ganzen Tibet-Reise.
Sicherheitskontrollen in Lhasa: Was du wissen musst
In Lhasa gibt es sehr viele Sicherheitskontrollen, und darauf solltest du dich einstellen. Rechne an vielen Stellen in der Stadt mit Kontrollen, vor allem bei den Sehenswürdigkeiten. Dabei wirst du gescannt, ähnlich wie am Flughafen. Das Tibet Travel Permit musst du nicht überall, aber immer wieder vorzeigen, deinen Reisepass solltest du deshalb immer dabeihaben.
Ganz wichtig: Feuerzeuge mögen die Kontrolleure überhaupt nicht. Wenn du eines dabei hast, musst du es abgeben. Am einfachsten ist es, in Lhasa gar keins mit dir herumzutragen. Plane für die Kontrollen etwas Zeit ein, dann sind sie kein großes Problem.
Essen in Lhasa: Yak-Momos, Buttertee und ein Lieblingsrestaurant
Unser Restauranttipp für Lhasa ist eindeutig das Tibetan Family Restaurant. Dort waren wir viermal zum Abendessen, weil das Essen so gut war. Wir können es nur empfehlen.
Max hat in Lhasa vor allem Yak-Momos gegessen, gefüllte Teigtaschen mit Yakfleisch, und die waren super lecker. Für Martina als Vegetarierin gab es genug Auswahl, vegetarisch zu essen war in Lhasa kein Problem. Wer schon in Nepal war, kennt die Momos, mehr dazu in Was gibt es in Nepal zu essen?.
Natürlich haben wir auch Buttertee probiert. Das traditionelle Getränk wird aus Tee, Yakbutter und Salz gemacht und erinnert geschmacklich eher an eine Brühe als an Tee. Für Tibeter ist er in der Höhe ein wichtiger Energie- und Fettlieferant. Probieren solltest du ihn auf jeden Fall einmal.
Unsere Unterkunft: Thangka Hotel
Gewohnt haben wir im Thangka Hotel, das über unsere Tour gebucht war. Das Hotel liegt zentral in der Altstadt, nur wenige Schritte vom Barkhor und vom Jokhang-Tempel entfernt. Es ist schön, aber inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Bequem war es trotzdem, vor allem die Betten waren gemütlich. Beim Frühstück war es ziemlich voll. Insgesamt war das Hotel für unseren Aufenthalt völlig in Ordnung, und die Lage ist ein echter Vorteil.


Wetter in Lhasa und beste Reisezeit
Im Oktober und November hatten wir nachts um die 0 Grad und tagsüber in der Sonne etwa 20 Grad. Wind hatten wir keinen. Unterschätz aber die Sonne nicht: Auf 3.650 Metern ist sie wirklich extrem. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und Kopfbedeckung gehören auf jeden Fall ins Gepäck.
Laut Klimadaten liegt die Durchschnittstemperatur in Lhasa im Oktober bei 10,8 Grad und im November bei 5,4 Grad. Im Jahr fallen rund 460 Millimeter Niederschlag, fast alles in der Regenzeit von Juli bis September. Herbst und Frühjahr gelten deshalb als besonders angenehm: trocken, sonnig und mit klarer Sicht. Der Winter ist sehr kalt, dafür sind dann Eintrittspreise und Andrang niedriger.
Ein Tipp zur Höhe: Lhasa liegt auf rund 3.650 Metern. Wir waren gut akklimatisiert und hatten nur gelegentlich leichte Kopfschmerzen und etwas Atemnot. Wenn du nicht höhenerfahren bist, lies unseren Artikel Was tun bei Höhenkrankheit?.
Praktische Tipps für Lhasa
Kosten im Überblick
| Posten | Preis |
|---|---|
| 7-Tage-Tibet-Tour (inkl. Permit, Guide, Hotel in Lhasa) | 1.100 US-Dollar pro Person (ca. 990 Euro) |
| Potala Palast | 200 CNY (Mai bis Oktober) bzw. 100 CNY (November bis April) |
| Jokhang-Tempel | 85 CNY (Mai bis Oktober) bzw. 35 CNY (November bis April) |
| Norbulingka | ca. 80 CNY (Hauptsaison), im Winter etwa die Hälfte |
| Barkhor-Runde | kostenlos |
Umgerechnet haben wir mit den EZB-Referenzkursen von Ende Oktober 2026: rund 1,11 US-Dollar und 7,41 CNY pro Euro.
Unsere Tipps
Permit und Tour früh buchen: Ohne Tibet Travel Permit und geführte Tour kommst du als Ausländer nicht nach Lhasa. Plane drei bis vier Wochen Vorlauf ein.
Pass immer dabeihaben: Bei den vielen Kontrollen wird immer wieder der Pass und teilweise das Permit verlangt.
Kein Feuerzeug: Feuerzeuge werden bei Kontrollen abgenommen.
Barkhor am Abend: Lauf die Pilgerrunde abends, wenn die Lichter an sind und die meisten Pilger unterwegs sind.
Norbulingka nach dem Potala: Der Sommerpalast ist das perfekte ruhige Gegenprogramm.
Sonnenschutz: Auch bei kühlen Temperaturen ist die Sonne auf dieser Höhe extrem.
Tibetan Family Restaurant: Unser Lieblingsrestaurant in Lhasa, für Yak-Momos und vegetarische Gerichte.
Was eine Reise durch China insgesamt kostet, haben wir in Wie teuer ist ein Urlaub in China? zusammengefasst. Weitere Hintergründe zu Tibet findest du in Tibet: Das Dach der Welt, und falls du dir Gedanken zur Sicherheit machst, lies Wie sicher ist China?.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptstadt von Tibet?
Die Hauptstadt Tibets ist Lhasa. Die Stadt liegt auf rund 3.650 Metern im Tal des Lhasa-Flusses und ist seit dem 7. Jahrhundert das politische und religiöse Zentrum Tibets. Heute ist Lhasa die Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet in China.
Wie viele Einwohner hat Lhasa?
Die Stadt Lhasa auf Präfekturebene hatte Ende 2024 rund 876.000 Einwohner. Im eigentlichen Stadtbezirk Chengguan lebten 2020 rund 465.000 Menschen. Laut Volkszählung 2010 waren rund 77 % der Bevölkerung Tibeter und 22 % Han-Chinesen.
Wie hoch liegt Lhasa?
Lhasa liegt auf rund 3.650 Metern über dem Meeresspiegel und gehört damit zu den höchstgelegenen Städten der Welt. Viele Besucher spüren die Höhe in den ersten Tagen durch Kopfschmerzen oder Atemnot.
Was ist der Norbulingka?
Der Norbulingka ist der ehemalige Sommerpalast der Dalai Lamas in Lhasa. Die Anlage wurde ab 1755 gebaut, umfasst rund 36 Hektar mit mehreren Palästen und Gärten und gehört seit 2001 zum UNESCO-Welterbe. Von hier aus floh der 14. Dalai Lama 1959 ins Exil nach Indien.
Was kostet der Eintritt im Norbulingka?
Der Eintritt liegt in der Hauptsaison bei rund 80 CNY, das sind etwa 10,80 Euro. In der Nebensaison gibt es laut aktuellen Angaben etwa 50 % Rabatt. Kinder unter 1,20 Meter sind frei.
Wie ist das Wetter in Lhasa im Oktober und November?
Wir hatten nachts um 0 Grad und tagsüber in der Sonne etwa 20 Grad, bei viel Sonne und ohne Wind. Die Durchschnittstemperatur liegt im Oktober bei 10,8 Grad und im November bei 5,4 Grad. Regen fällt in dieser Zeit kaum.
Was ist die Barkhor-Kora?
Die Barkhor-Kora ist eine rund einen Kilometer lange Pilgerrunde um den Jokhang-Tempel in der Altstadt von Lhasa. Gläubige umrunden den Tempel im Uhrzeigersinn, oft mit Gebetsmühle. Für die Runde brauchst du etwa 20 Minuten, der Eintritt ist frei.
Unser Fazit: Lohnt sich Lhasa?
Ja, unbedingt. Lhasa ist eine super schöne Stadt mit einer Atmosphäre, die du so nirgendwo anders findest. Die Mischung aus tibetischer Tradition und chinesischer Moderne hat ihren ganz eigenen Charme. Besonders schön waren für uns die Abende: die Barkhor-Runde mit den Pilgern, die Lichter der Altstadt und der angestrahlte Potala über der Stadt.
Der Norbulingka ist eine schöne Ergänzung zum Potala, ruhig, entspannt und historisch spannend, auch wenn er renovierungsbedürftig ist. Der Jokhang gehört als spirituelles Zentrum Tibets ohnehin zu jedem Besuch. Und mit dem Tibetan Family Restaurant haben wir einen Ort gefunden, an den wir viermal zurückgekehrt sind.
Was uns gefallen hat: Die Atmosphäre am Abend, die Barkhor-Runde mit den Pilgern, die ruhige Stimmung im Norbulingka, das Essen im Tibetan Family Restaurant und die Mischung aus Tradition und Moderne.
Was uns weniger gefallen hat: Die vielen Sicherheitskontrollen, das eingeschränkte Fotografieren in den Palästen, der renovierungsbedürftige Zustand mancher Gebäude im Norbulingka und das volle Frühstück im Hotel.
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Als bevorzugte Quelle hinzufügenUnser Rat: Plane mindestens drei Tage in Lhasa ein. Einen Tag für den Potala, einen für Jokhang und Barkhor, einen für den Norbulingka, und jeden Abend Zeit für einen Spaziergang durch die Stadt. Weitere Klöster in und um Lhasa wie Sera, Drepung und den Ramoche-Tempel stellen wir dir in eigenen Artikeln vor.
Allgemeine Länderinformationen in China
100 Euro haben in China ungefähr die Kaufkraft von 155 Euro in Deutschland.
Makrodaten (automatisch)
- BIP pro Kopf
- 13.862 US-Dollar
- BIP pro Kopf, kaufkraftbereinigt
- 29.333 US-Dollar
- Einwohner
- 1.406,6 Mio.
- Wechselkurs
- 1 Euro = 7,44 CNY
- Big Mac
- 27 CNY (3,56 Euro)
Transport
- Verkehrsseite
- rechts
Praxis
- Telefonvorwahl
- +86
- Steckdosentyp
- Typ A, C, I






